Weshalb CO2-Sensoren alleine nicht reichen

Teilen sich Menschen einen Raum, steigt die Menge des ausgeatmeten Kohlendioxids (CO2) meist stark an. Doch die Leistungsfähigkeit ist nicht allein vom CO2-Gehalt abhängig, sondern auch andere Faktoren spielen mit hinein.

CO2-Sensoren

Was sind CO2-Sensoren?

Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und Motivation hängen eng mit der CO2-Konzentration in der Raumluft zusammen. CO2 ist ein geschmacks- und geruchsneutrales Gas, das der Mensch nicht wahrnehmen kann. Seine Auswirkungen sind jedoch sehr wohl spürbar, wobei Konzentrationsschwäche, verminderte Leistungsfähigkeit und Unwohlsein in direkter Abhängigkeit von einer zunehmenden CO2-Konzentration in der Luft steigen. Zur Verdeutlichung:

  • Anteil Sauerstoff eingeatmete Luft: 21 Vol. %

  • Anteil CO2 eingeatmete Luft: 0,035 Vol. %

  • Anteil Sauerstoff ausgeatmete Luft: 16 Vol. %

  • Anteil CO2 ausgeatmete Luft: 4 Vol. %

  • toxische Konzentration CO2: ab 2,5 Vol. %

  • Abnahme Leistungsfähigkeit: ab 0,1 Vol. % CO2

CO2-Sensoren überwachen die Konzentration von Kohlendioxid in Räumen in Abhängigkeit von weiteren Parametern (Anzahl der Personen im Raum, Anzahl geöffnete Fenster, Raumtemperatur, Luftdruck etc.). Werden definierte Grenzwerte überschritten, lösen CO2-Sensoren ein Warnsignal aus.

Während im industriellen Bereich CO2-Sensoren in Unternehmen, in denen mit Gas gearbeitet wird, üblich und gesetzlich vorgeschrieben sind, da mit steigender CO2 Konzentration der Luft Gefahren für Leib und Leben verbunden sind, rückte die innovative Technik im öffentlichen Bereich erst im Zuge der aktuellen Pandemie in den Fokus. Die positiven Auswirkungen der CO2-Sensoren sind jedoch unabhängig von der Vermeidung hoher Konzentrationen von Krankheitserregern unbestritten.

Wie werden CO2-Sensoren effektiv eingesetzt?

Die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter in Unternehmen sowie die Konzentration von Schülern, Konferenzteilnehmern und anderen, die in geschlossenen Räumen zusammenkommen, hängt eng mit der Luftqualität zusammen. Aus einer schlechten Luftqualität ergeben sich unproduktive Arbeitsbedingungen.

CO2-Sensoren messen den Gehalt an Kohlendioxid in der Luft und geben ein nutzbares Feedback: Wann muss gelüftet werden? Sollten die Mitarbeiter eine Pause einlegen?

CO2-Sensoren können nur effektiv eingesetzt werden, wenn sie auf die vorhandenen räumlichen Bedingungen optimal angepasst werden können. Sie müssen daher wie die Raumluftqualität Sensoren von AIRICA skalierbar sein und die Raumgrösse sowie die Anzahl der Personen im Raum berücksichtigen. Unternehmen fordern des Weiteren eine grösstmögliche Kosteneffizienz sowie eine Integration in die vorhandene Infrastruktur.

All diese Ansprüche werden durch AIRICA erfüllt, wobei auch die Überwachung der Luftfeuchtigkeit und des Luftdrucks sowie der Raumtemperatur ermöglicht werden. Des Weiteren werden VOC – flüchtige organische Stoffe – bei den Messungen berücksichtigt, um daraus ein Gesamtbild der Luftqualität entstehen zu lassen.

Nur dadurch entsteht eine wirkliche Effizienz beim Einsatz der Sensoren. Dank übersichtlicher und intuitiv zu nutzender Dashboards erhalten die Benutzer jederzeit einen Überblick über die aktuelle Situation und über die Entwicklung der Raumluftqualität. Daraus lassen sich Optimierungen des Lüftungsmanagements ableiten.

Kurz gefasst: CO2-Sensoren lassen sich immer dann effektiv einsetzen, wenn sie diese Bedingungen erfüllen:

  • einfache, intuitive Nutzung und genaue Messung

  • Berücksichtigung weiterer Messwerte

  • schnelle und kostengünstige Installation (lange Batterielaufzeit)

  • Integration in bestehende Systeme

  • Ableitungsmöglichkeiten für weitere Handlungsweisen

Vorteile von CO2-Sensoren

Die Vorteile von CO2-Sensoren sind für alle Beteiligten differenziert zu betrachten:

Bereich Human Resources

Durch den Einsatz von CO2-Sensoren steigt die Luftqualität, die Mitarbeiter fühlen sich wohler. Ein geringerer Anteil an CO2 in der Luft steigertdie Leistungsfähigkeit und Aufnahmefähigkeit, Müdigkeit und Konzentrationsverluste werden reduziert. Ein verbessertes Wohlbefinden und mehr Motivation tragen zur physischen und psychischen Gesundheit bei.

Mitarbeiter werden seltener krank, sind produktiver und belastbarer. Das Raumklima trägt zum Wohlbefinden der Mitarbeitenden bei.

Gleichzeitig empfinden diese den Arbeitgeber als modern, verantwortungsbewusst und sicher, die Bindung der Mitarbeiter zum Unternehmen steigt. Auch dies lässt die Produktivität grösser werden.

Bereich Facility Management

Die Bewirtschaftung eines Gebäudes soll effizient und planbar sein, damit werden Sicherheit und Kostenersparnis erhöht. Dieses Ziel wird durch effektive Datenanalysen und die Ableitung von Handlungsempfehlungen aus den Daten erreichbar.

Bereich Unternehmensleitung

Leistungsfähige und motivierte Mitarbeiter, die den Arbeitgeber schätzen, tragen zum Erfolg des Unternehmens bei. Durch einen geringeren Krankenstand kann die Produktion besser geplant und bestenfalls erhöht werden. Die Produktivität, Effektivität und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden ist hoch.

Nicht zuletzt fühlen sich gerade angesichts jährlich wiederkehrender Krankheitswellen durch z. B. die Grippe die Mitarbeiter sicherer, wenn die Raumluftqualität positiv beeinflusst wird. Durch eine geringe CO2-Konzentration ist auch die Belastung der Luft mit Aerosolen und Keimen tief und die Ansteckungsgefahr sinkt rapide.

Darum sind weitere Messdaten nötig

Die CO2-Konzentration in Räumen, in denen sich nur eine oder zwei Personen aufhalten, ist naturgemäss deutlich geringer als in Räumen gleicher Grösse, die zugleich von 10 oder mehr Personen genutzt werden.

Wie hoch der CO2-Gehalt in der Raumluft wirklich ist, ist von biotischen und abiotischen Faktoren abhängig. Dazu gehören die Raumbelegung und die Grösse des Raums, die Dauer der Nutzung und die Anzahl der Personen.

Auch die Aktivität der im Raum befindlichen Personen, die Belüftung sowie das Vorhandensein weiterer Einflussfaktoren (Kerzen- und Tabakrauch, Betrieb technischer Anlagen, Gärungsvorgänge) müssen berücksichtigt werden.

Das bedeutet, dass zur Beurteilung der Qualität der Raumluft nicht allein der gemessene CO2-Wert ausschlaggebend sein darf. Weitere Messdaten müssen hinzugezogen werden, denn auch eine hohe Konzentration von VOC kann die Atemluft gefährlich verändern.

Sicherlich kennen auch Sie neu fabrizierte Möbel, die wegen des entweichenden Formaldehyds giftig riechen, den Hustenreiz auslösenden Feinstaub von Kerzenruss und den chemischen Geruch von Reinigungsmitteln. Eine Raumluft, die einen niedrigen CO2-Gehalt sowie eine hohe Sauerstoffkonzentration aufweist, ist per se nicht automatisch gesund. Die genannten Stoffe und Verbindungen reichern sich ebenfalls in der Luft an und wirken sich ungünstig auf das Wohlbefinden sowie auf die Gesundheit der Menschen in einem Raum aus.

Um Ihren Mitarbeitern ein gesundes Arbeiten zu ermöglichen, müssen daher konsequent weitere Messdaten erhoben werden, mit denen die Raumluft beurteilt werden kann. Zudem lassen sich viele Auswirkungen einer schlechten Raumluft durch das richtige Lüften vermeiden (Stosslüften: Mehrmals täglich für einige Minuten alle Fenster öffnen oder kurzzeitig für Durchzug sorgen

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Checkliste: Auswahl des richten Systems für Luftqualitätsüberwachung

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Fazit: CO2-Sensoren sind nur ein Teil des Raumluftkonzepts

Aus den vorigen Betrachtungen ergibt sich schlussfolgernd, dass CO2-Sensoren einen erheblichen Anteil an der Beurteilung der Raumluftqualität haben. Sie tragen dazu bei, den Anteil an CO2 in der Luft möglichst gering zu halten, weil ein rechtzeitiger Alarm auf das nötige Lüften hinweist.

Mitarbeiter arbeiten dank besserer Versorgung mit Sauerstoff konzentrierter und effizienter. Die Auswirkungen der CO2-Sensoren im Unternehmen sind somit für Mitarbeiter und für das Unternehmen selbst von Vorteil, da die Leistungsfähigkeit steigt. Dennoch müssen sie immer mit weiteren Messdaten kombiniert werden, um die Raumluft tatsächlich belastbar zu beurteilen.